Pedros Geschichte Nichts. Kein Räuspern, keine hochgezogene Augenbraue, nicht einmal ein verächtliches Lachen. Alle schlürften ihre Hühnersuppe weiter, als wären meine sorgfältig zurechtgelegten, nervös vorgetragenen Worte nur in meinem Kopf erklungen.«Habt ihr mir überhaupt zugehört?»«Jaja, mein Sohn, iss deine Suppe. Du bist in der Pubertät. Diese Phase geht vorbei. Du wirst schon sehen: In ein„Halleluja, Bruder!“ weiterlesen
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Auf einer Skala von „fromm“ bis „hilfsbereit“ – wie christlich bist du?
Ein Label ist ein Versprechen. „IKEA“ verspricht einen Haushaltsgegenstand, der genauso angenehm ist für das Auge wie für das Portemonnaie. „Apple“ verspricht mein Leben – oder mein Handy, oder beides – effizienter, schöner und benutzerfreundlicher zu machen. In meinen 25 Lebensjahren habe ich viele Menschen kennengelernt, die genau zu wissen scheinen, was sich hinter dem„Auf einer Skala von „fromm“ bis „hilfsbereit“ – wie christlich bist du?“ weiterlesen
Warum nach dem „warum“ fragen?
„Ich bin nicht sozial. Diese Menschen sind mir total egal“, sagt Adolfo während der Rückfahrt von einem Einsatz am Stadtrand, wo wir einer armen Familie Lebensmittel vorbeigebracht hatten. Adolfo nutzt seine landesweite Bekanntheit als Schauspieler und Moderator um Spenden für unser Lebensmittelpaket-Projekt zu sammeln und ist gleichzeitig bei fast jedem Einsatz dabei, ermutigt die Menschen„Warum nach dem „warum“ fragen?“ weiterlesen
Wenn du vor lauter Information erstickst
Noch nie habe ich eine solche Abneigung gegenüber meinem Facebook Newsfeed empfunden, wie in den vergangenen Monaten. Die täglichen Meldungen bezüglich absolut sicherer Heilmittel, endlich aufgedeckten Verschwörungen und den schädlichen Nebenwirkungen von Masken führen nicht selten dazu, dass ich genervt mein Handy zur Seite lege.Neben den offensichtlichen Falschmeldungen gibt es aber auch jene Informationen, die„Wenn du vor lauter Information erstickst“ weiterlesen
Ich versteh dich nicht – meine Gedanken sind zu laut
Worte sind unsere Werkzeuge, um die Bilder auszugraben, die im Kopf und im Herzen unseres Gegenübers verborgen liegen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass Worte von aussen gleich aussehen, von Sprecherin und Zuhörer jedoch unterschiedlich gefüllt werden. Je nachdem, wie wir Worte füllen, erzeugen sie ein anderes Bild in unseren Köpfen.Einmal sagte ein Freund von mir:„Ich versteh dich nicht – meine Gedanken sind zu laut“ weiterlesen
Dieser Moment, wenn…
Keine Situation ist so dunkel, dass sie nicht durch etwas Humor aufgehellt werden kann. Wenn die Mundwinkel erst mal hochgezogen sind, ist es einfacher, auch den Kopf hoch zu heben. Pedro und Nataly haben ein unglaubliches Talent, im richtigen Moment ein Lächeln hervorzurufen, welches Menschen verbindet und Spannungen aufhebt. In diesem Sinne möchte ich von„Dieser Moment, wenn…“ weiterlesen
Wie man Helden tötet
„Ich bin wohl nicht fürs Heldentum gemacht“, dachte ich, als ich mich vergangenen Sommer mit letzter Kraft zu einem Bächlein schleppte, um mich dort zu übergeben. Unser Jungschar-Sommer-Camp wurde von einem Virus heimgesucht, und während andere Leiter trotz Krankheit tapfer Verantwortung übernahmen, klinkte ich mich für zwei Tage komplett aus. Wenn meine Energiereserven auf Grenzen„Wie man Helden tötet“ weiterlesen
Wenn Gott mit Schnee spielt
Obwohl ich vorsichtig bin in der Verwendung des Wortes „Vorsehung“, scheint es mir, als würden die vergangenen Wochen den Fingerabdruck Gottes tragen. Vor sieben Wochen: Der Inhaber eines Tourismus-Büros ist aufgewühlt, da er bis Ende Jahr keine Aussichten auf ein Einkommen hat. Er versucht Ideen für ein neues Geschäft zu entwickeln und informiert sich über„Wenn Gott mit Schnee spielt“ weiterlesen
Finde die Kolonialistin
Scham ist dieser Moment, wenn die Welt plötzlich magnetisch wird: Mein Blick kann sich nicht mehr vom Boden lösen und meine Wangen ziehen jegliche Flüssigkeit aus meinen Blutbahnen an; meine Gedanken kreisen endlos um das eben erlebte und mein Herz beginnt auf einen Schlag alle Gefühlsregungen abzustossen. Neben den kleinen alltäglichen Scham-Erlebnissen, die beispielsweise durch„Finde die Kolonialistin“ weiterlesen
Aus Robins Fehler lernen
Als ich die grossräumige Wohnung einer Freundin betrete, spüre ich ein physisches Unwohlsein und ein emotionales Durcheinander. Bereits die Tatsache, dass sowohl Aussen- als auch Innenwände schön verputzt sind, zeugt davon, dass diese Familie zu den wohlhabenderen Bevölkerungsteilen gehört – ganz zu schweigen von all den dekorativen Souvenirs aus fernen Ländern. Obwohl sich während dem„Aus Robins Fehler lernen“ weiterlesen