Casa de Dios

Sei ein Teil meiner Reise

Kirche leben, Heimat gestalten

Wohin des Weges?

Nataly und Pedro García-Bermeo wachsen in einem armen Viertel von Lima auf. Andere streben danach, einmal im reichen Stadtzentrum zu wohnen – sie nicht. Ihr Blick richtet sich auf die Slums am Stadtrand. Die riesigen Ansammlungen von Hütten bieten Vielen ein Dach über dem Kopf, aber keine Heimat. Das wollen sie ändern.

So beginnt das Ehepaar 2017 in der Armensiedlung José Ugaz Kinderprogramm anzubieten, Beziehungen zu knüpfen und akuten Nöten zu begegnen. Da sie auf grosses Interesse am christlichen Glauben stossen, starten sie das Projekt “Casa de Dios” und leisten nun vollzeitlich Kirchengründungs- und Quartiersarbeit.

Da ich Nataly und Pedro seit einem früheren Aufenthalt in Lima gut kenne und sehr schätze, war ich von Anfang an durch regelmässige Skype-Gespräche in den Projektaufbau involviert. Nun gehe ich für sechs Monate nach Lima, um vor Ort mitzuwirken.

In diesem Blog berichte ich von meinen Erlebnissen und Gedanken während dieser Zeit und von den Fortschritten im Projekt. Weitere Informationen zu “Casa de Dios” findest du unter www.ref-sh.ch/kg/gaechlingen/casadedios

Warum die Sintflut nichts nützt

Thanos schnippt mit dem Finger, die halbe Menschheit stirbt und die Utilitaristen jubeln. Als ich den Marvel-Film „Infinity War“ zum ersten mal sah, ließ mich die kaltblütige Scharfsinnigkeit des Bösewichts Thanos gleichzeitig erschaudern und mit dem Kopf nicken. Er befreit Planet um Planet von der Hälfte der Lebewesen und glaubt damit das Universum vor Ressourcenknappheit„Warum die Sintflut nichts nützt“ weiterlesen

Auch Individualisten sind ansteckend

Wenn ich auf Reisen bin, schlägt mein freiheitsliebendes Individualisten-Herz höher: Ungebunden und ohne Verantwortung tun, was der Körper aushält und der Geldbeutel erlaubt. Nach einer dreitägigen Machupicchu-Tour liege ich jetzt in einer Hängematte im peruanischen Dschungel und freue mich über die Schönheit dieses Landes. Doch der Genuss steht auf wackligen Beinen. Neben den Mücken beißt„Auch Individualisten sind ansteckend“ weiterlesen

Eindrücke aus dem Projekt

Meine Highlights sind definitiv die wöchentlichen Hausbesuche. Dort wird spürbar, wie Casa de Dios zu einer Veränderung von Einzelpersonen und Familien beiträgt, so dass aus einer Hütte mehr und mehr ein Zuhause wird. Bernardinas Ehemann hatte vor einem Jahr einen Schlaganfall und ist seither gelähmt. Ihre 16 jährige Tochter kümmert sich um ihn, während Bernardina„Eindrücke aus dem Projekt“ weiterlesen

Der gefühllose Gott

„Von einer Million Punkte gebe ich Gott genau einen“, sagte mein Mitbewohner Leo, als er mir erzählte, weshalb er mit dem christlichen Glauben nichts mehr anfangen kann. „Wenn ich einen Christen antreffe, nehme ich oft mein Handy hervor und zeige ihm ein Video von drei jungen Menschen, die sich bei ihrem grausamen Handeln filmen: Sie„Der gefühllose Gott“ weiterlesen

Wenn Freude weh tut

In Peru habe ich gelernt, Geburtstage zu feiern. Nicht nur, weil die Spiele verrückter sind als bei uns im Jugendraum und ich schon alleine beim Anschauen der Torten Zahnschmerzen kriege, sondern vor allem, weil es mich berührt, wie viel Bedeutung ein Geburtstagsfest haben kann. Antonio* wohnt in unserem Quartier und ist oft bei Nataly und„Wenn Freude weh tut“ weiterlesen

Müll wählen verboten

Die Hölle findest du, wenn du bei jeder Weggabelung den Pfad des Misstrauens wählst. Wer es nicht schafft, anderen zu vertrauen, wird Beziehungs-immun und Hilfe-resistent. Vertrauen bildet die Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Doch der Weg des Vertrauens ist steinig. Am kommenden Sonntag finden in Peru ausserordentliche Parlaments-Neuwahlen statt. Der Präsident hat das alte Parlament aufgrund„Müll wählen verboten“ weiterlesen

Die Hügel haben Fenster

Obwohl Lima sich im Wüstenklima befindet, wächst die Stadt stetig weiter die kargen Hügel empor. Auch wenn dort kaum Pflanzen gedeihen, kommen monatlich zusätzliche Leute an, um sich eine neue Heimat zu pflanzen. Das Quartier José Úgaz, in welchem Casa de Dios stattfindet, ist einer dieser Hügel am äussersten Stadtrand. Bei meinem ersten Besuch berührt„Die Hügel haben Fenster“ weiterlesen

Adiós Privatsphäre

Menschsein bedeutet, sich durch Begegnungen verändern zu lassen. Wir sind soziale Wesen, zur Interaktion geboren und aus ihr heraus immer wieder neu entstehend. Dies unterscheidet uns von Maschinen: Wenn du zehn Rasenmäher in einen Raum stellst und nach zwei Stunden wieder kommst, werden sie sich nicht verändern. Stellst du zehn Menschen in einen Raum, wird„Adiós Privatsphäre“ weiterlesen


Casa de Dios erhält von lokalen Partnern materielle Unterstützung wie Schulmaterial oder Kleidung, welche sie verteilen können. Die Personalkosten können aber nicht lokal gedeckt werden. Das Ehepaar Pedro und Nataly ist deshalb auf Spenden angewiesen.
Über das Spendenkonto der reformierten Kirchgemeinde Gächlingen kann man ihren Lebensunterhalt unterstützen:

IBAN: CH79 0900 0000 9230 6702 0
Konto-Nummer: 92-306702-0
Vermerk: Casa de Dios

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