Die Nebenwirkungen der Angst

Angst verlängert die Lebensdauer. Wer sich nie fürchtet, geht hohe Risiken ein und rennt früher oder später in den Tod. Es ist also empfehlenswert, sich ab und zu ein paar Tropfen Angst verabreichen zu lassen. Doch vor der Einnahme sollten wir uns gründlich über ihre Nebenwirkungen informieren. Hier in Peru dominiert die Angst die öffentliche„Die Nebenwirkungen der Angst“ weiterlesen

Warum die Sintflut nichts nützt

Thanos schnippt mit dem Finger, die halbe Menschheit stirbt und die Utilitaristen jubeln. Als ich den Marvel-Film „Infinity War“ zum ersten mal sah, ließ mich die kaltblütige Scharfsinnigkeit des Bösewichts Thanos gleichzeitig erschaudern und mit dem Kopf nicken. Er befreit Planet um Planet von der Hälfte der Lebewesen und glaubt damit das Universum vor Ressourcenknappheit„Warum die Sintflut nichts nützt“ weiterlesen

Auch Individualisten sind ansteckend

Wenn ich auf Reisen bin, schlägt mein freiheitsliebendes Individualisten-Herz höher: Ungebunden und ohne Verantwortung tun, was der Körper aushält und der Geldbeutel erlaubt. Nach einer dreitägigen Machupicchu-Tour liege ich jetzt in einer Hängematte im peruanischen Dschungel und freue mich über die Schönheit dieses Landes. Doch der Genuss steht auf wackligen Beinen. Neben den Mücken beißt„Auch Individualisten sind ansteckend“ weiterlesen

Eindrücke aus dem Projekt

Meine Highlights sind definitiv die wöchentlichen Hausbesuche. Dort wird spürbar, wie Casa de Dios zu einer Veränderung von Einzelpersonen und Familien beiträgt, so dass aus einer Hütte mehr und mehr ein Zuhause wird. Bernardinas Ehemann hatte vor einem Jahr einen Schlaganfall und ist seither gelähmt. Ihre 16 jährige Tochter kümmert sich um ihn, während Bernardina„Eindrücke aus dem Projekt“ weiterlesen

Der gefühllose Gott

„Von einer Million Punkte gebe ich Gott genau einen“, sagte mein Mitbewohner Leo, als er mir erzählte, weshalb er mit dem christlichen Glauben nichts mehr anfangen kann. „Wenn ich einen Christen antreffe, nehme ich oft mein Handy hervor und zeige ihm ein Video von drei jungen Menschen, die sich bei ihrem grausamen Handeln filmen: Sie„Der gefühllose Gott“ weiterlesen

Wenn Freude weh tut

In Peru habe ich gelernt, Geburtstage zu feiern. Nicht nur, weil die Spiele verrückter sind als bei uns im Jugendraum und ich schon alleine beim Anschauen der Torten Zahnschmerzen kriege, sondern vor allem, weil es mich berührt, wie viel Bedeutung ein Geburtstagsfest haben kann. Antonio* wohnt in unserem Quartier und ist oft bei Nataly und„Wenn Freude weh tut“ weiterlesen

Müll wählen verboten

Die Hölle findest du, wenn du bei jeder Weggabelung den Pfad des Misstrauens wählst. Wer es nicht schafft, anderen zu vertrauen, wird Beziehungs-immun und Hilfe-resistent. Vertrauen bildet die Grundlage des menschlichen Zusammenlebens. Doch der Weg des Vertrauens ist steinig. Am kommenden Sonntag finden in Peru ausserordentliche Parlaments-Neuwahlen statt. Der Präsident hat das alte Parlament aufgrund„Müll wählen verboten“ weiterlesen

Die Hügel haben Fenster

Obwohl Lima sich im Wüstenklima befindet, wächst die Stadt stetig weiter die kargen Hügel empor. Auch wenn dort kaum Pflanzen gedeihen, kommen monatlich zusätzliche Leute an, um sich eine neue Heimat zu pflanzen. Das Quartier José Úgaz, in welchem Casa de Dios stattfindet, ist einer dieser Hügel am äussersten Stadtrand. Bei meinem ersten Besuch berührt„Die Hügel haben Fenster“ weiterlesen

Adiós Privatsphäre

Menschsein bedeutet, sich durch Begegnungen verändern zu lassen. Wir sind soziale Wesen, zur Interaktion geboren und aus ihr heraus immer wieder neu entstehend. Dies unterscheidet uns von Maschinen: Wenn du zehn Rasenmäher in einen Raum stellst und nach zwei Stunden wieder kommst, werden sie sich nicht verändern. Stellst du zehn Menschen in einen Raum, wird„Adiós Privatsphäre“ weiterlesen

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